Transformative Architektur & Stadtentwicklung

Archihuman

Entwurf, Obdachlosenunterkünfte

Das Projekt Archihuman basiert auf einer Idee, die in Zusammenarbeit mit dem Architekten Luc Schuiten entstand. Ziel des Projektes ist die Wiedereingliederung von Obdachlosen in die Gesellschaft.

Hierzu sollen an innerstädtischen Brachen und Brandwänden Kleinwohnungen installiert werden, die Obdachlosen zur Verfügung gestellt werden. 

Projektkosten je Gebäude 300.000-500.000 €
BGF 110 m2
Bearbeitungszeitraum 01/2014 – 12/2020
Leistungen

Beratungsleistung im Projekt 1-5

 Die hohe Qualität der Architektur in ihrer Bauweise und die Städtebauliche Aufwertung durch das Füllen einer Fehlstelle wertet das Bewusstsein für den Ort auf und erzeugt ein neues Wertbewusstsein. Der Wohnungslose wird so nichtmehr als minderwertiges Mitglied und verlorener Bestandteil unserer Gesellschaft gesehen, sondern bekommt den Status eines Diogenes, der durch Reduktion und die Besinnung auf das wesentliche neue Philosophien und Impulse in die Gesellschaft sendet.

Eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist leichter mit einem ständigen Wohnsitz und einer dauerhaften Erreichbarkeit möglich. Diesem Thema nimmt sich ein sozialer Verein an, der sich um die Verwaltung und die Betreuung der Obdachlosen kümmert. Bei der Betreuung der Obdachlosen wird sich stark am Vorbild des Konzeptes Housing First aus den USA orientiert.

Architektur wird als Mittel zur Gestaltung von sozialem Lebensraum und zur Aufwertung des Stadtbildes eingesetzt. Die Anforderungen an Größe, Gestalt und Material werden situativ festgelegt. Durch diese Variabilität entstehen individuelle Entwürfe, die zur Identifikation mit dem Gebäude beitragen. Grundlage der Architektur sind ökologsiche Konstruktionsarten und Materialien die dem gewählten Thema besonderes Gewicht und Anerkennung verleihen. Die eigentliche Entwurfsaufgabe bestand daher zuerst in der Entwicklung und Organisation eines ganzheitlichen Konzeptes.

Das im Netzwerk entwickelte Konzept und der Ansatz  multidisziplinärer Organisationsstrukturen finden seit 2018 großen Zuspruch. Die Umsetzung verschiedener Projekte wird inzwischen in Belgien und Frankreich avi­siert.